"Squelch / Joy Ride"


Regie: John Dahl
Produzenten: Chris Moore, Jeffrey Abrams
Produktion: J.J. Abrams, Chris Moore
Kamera: Jeffrey Jur
Produktionsdesign: Rob Pearson
Schnitt: Eric L. Beason, Scott Chestnut, Todd E. Miller, Glen Scantlebury
Musik: Marco Beltrami

Darsteller:
Steve Zahn, Paul Walker, Leelee Sobieski,
Walt Goggins, Jessica Bowman, Stuart Stone, Basil Wallace, Briane Leckner, Mary Wickliffe,
Dell Yount, Kenneth White, Luis Cortes, Michael McCleery,

Filmmusik die gerade gespielt wird:

"SQUELCH Joy Ride Musik:Marco Beltrami"


Es ist Sommer in Kalifornien, und dieses Jahr will Lewis Thomas (Paul Walker) die Ferien zu einem großen Abenteuer nutzen. Da Venna (Leelee Sobieski), seine bisher platonisch geliebte Jugendfreundin, endlich wieder solo ist, will Lewis Gas geben und auf einem gemeinsamen Roadtrip nach New Jersey romantisch Farbe bekennen. Vor dem Vergnügen, Venna in Colorado abzuholen, wartet allerdings noch eine lästige Verpflichtung. Fuller (Steve Zahn), Lewis älterer Bruder und als ständiger Krisenherd das schwarze Schaf der Familie, muss aus der Haft in Salt Lake City ausgelöst werden, in die ihn wieder einmal seiner Dummheit gebracht hat. Fünf Jahre haben sich die ungleichen Brüder nicht gesehen, und wieder besseren Wissens lässt sich Lewis überreden, Fuller mitzunehmen. Ein schwerer Fehler, wie sich bald herausstellen wird. Dass Kindsköpfe nie erwachsen werden, lernt Lewis schneller als ihm lieb ist. Nach einer kleinen Rast präsentiert ihm Fuller das CB-Funkgerät, das er ungefragt, einer seiner spontanen Eingebung folgend, installieren ließ. Schließlich kann etwas Entertainment im "prähistorischen Internet", wie Fuller es nennt, auf dieser langen Fahrt nicht schaden. Und was könnte mehr Spaß machen, als mit einsamen, Hormonge-steuerten Truckern ein bisschen zu spielen. Passieren kann schließlich nichts, denn die Anonymität schützt und alles scheint möglich. Von seinem übermütigen Bruder animiert, gibt sich Lewis über Funk mit ver-stellter Stimme als Truckerbiene Candy Cane aus, die wohl ein wenig Gesellschaft sucht. Nach dem kurzen Rauschen im Funkbereich meldet sich mit tiefer Stimme ein Trucker, der sich Rusty Nail nennt. Ohne zu ahnen, das irgendwo auf dem Highway zwei Brüder prustend um Beherschung ringen, schwelgt Rusty Nail in der Hoffnung, in Candy Cane sein Mädchen für alle Fälle gefunden zu haben. In einem der schäbigen Motel, irgendwo an einem schier endlos in den Horizont reichenden, menschenleeren Highway, checken die beiden Brüder ein. Als Fuller im Büro des Managers von einem aggressiven Kerl fast attackiert wird, der im Zimmer nebenan nächtigt, kommt ihm die diabolische Idee, zwei Trottel aufeinander loszulassen. über Funk verabredet sich Lewis, alias Candy Cane, zu einem romantischen mitternächtlichen Treffen und gibt das Zimmer des ungeliebten Nachbarn als Treffpunkt an. Als spät in der Nacht eine schemenhafte Gestallt an ihrem Fenster vorbeischleicht und nebenan klopft, kleben die Brüder mit ihren Ohren an der Zimmerwand, um den erwarteten Disput richtig genießen zu können. Ein dumpfer Schlag nach einem kurzen Wortgefecht und plötzliche andauernde Stille lassen Lewis und Fuller aber das Blut in den Adern gefrieren. Sind sie zu weit gegeangen? Hat es nebenan Verletzte gegeben? Vielleicht kann ein Anruf beim Hotel-Manager Klärung bringen? Der aber versichert, mit ihrem Nachbarn ge-sprochen zu haben und dass nun alles in Ordnung sei. Kurzes Aufatmen, dann darf endlich geschlafen werden. Der nächste Morgen begrüßt die Brüder mit einem Schock. Cops durch-suchen das Nachbarzimmer und erzählen, dass man den Mieter, zu einem Klumpen zusammengeschlagen, irgendwo am Highway gefunden haben. Als Lewis und Fuller den geschundenen , im Koma liegenden Körpers des Opfers im Hospital sehen, gestehen sie ihr kleines teuflisches Spiel dem Sheriff, der geringes Interesse zeigt, sie in diesem Leben noch einmal wiederzusehen. Weiter geht die Fahrt nach Osten, es zieht auch dieser Tag vorbei, bis eine bekannte Stimme sich nach Candy Cane erkundigt. Während Lewis zur Vorsicht rät, weiht Fuller den unbekannten Psychopaten in ihren dummen Scherz ein und beschimpft ihn mit dem Spektrum seines Vokabulars. Die Antwort Rusty Nails ist kurz, aber fährt den Brüdern in die Glieder. "Ihr solltet etwas gegen euer defektes Bremslicht unternehmen", mahnt seine Stimme, die Sicherheit durch Anonymität in Sekunden ad absurdum führt. Geschockt, dass sich der Wahnsinnige im Schutz der Nacht mit seinem Truck herangeschlichen hat, reißen die Brüder das Lenkrad herum und rasen die nächste Ausfahrt hinab. Als sie kurz darauf tanken müssen, ist Angst allgegenwärtig. In jedem Truck könnte sich der Psychopath verbergen, der nun seine Rache sucht. Ein Hüne von Mann, der Lewis bedrohlich an der Kasse mustert, macht Eindruck genug, um die Brüder spontan in die Flucht zu schlagen. Als ihnen Minuten später in irgendeiner Zufahrtstrasse der Weg versperrt ist und der gleiche Mann mit einem Holzschläger aus seinem Kleinlaster steigt, um damit seine LKW-Reifen auf Druck zu überprüfen, erwarten die Brüder, zu Beton erstarrt, ihre Strafe. Doch der vermeintliche Trucker entpuppt sich als gutmütiger Mensch, der Lewis die an der Kasse vergessene Kreditkarte bringt und mit einem freundlichem Gruß wieder in seinem LKW verschwindet. Entspannt lehnt sich das Duo zurück. Plötzlich durchbricht ein riesiger schwarzer Truck den Kleinlaster, rast auf die Brüder zu und presst Lewis alten Chrysler gegen einen Baum. Über Funk stammeln die Brüder um Entschuldigung, betteln um ihr Leben. Dann plötzlich lässt das Phantom von ihnen ab und zieht sich rückwärts rollend in das undurchdringliche Schwarz der Nacht zurück. Am nächsten Tag ist Schreckensbewältigung angesagt. Nachdem das CB-Funkgerät im Straßengraben landet, verbreitet Venna, die in Boulder zugestiegen ist, gute Laune. Doch beim abendlichen Stopp wird ordentlich Alkoholisches getankt und gefeiert. Während Lewis im Motel sofort in die Federn sinkt, buhlt Fuller, obwohl chancenlos, in Vennas Zimmer um die Gunst der schönen Studentin. Dann weckt ein Anruf das Trio aus allen Träumen. Es ist Rusty Nail, der weiterspielen will, und dieses mal mit Venna. Schlagartig ernüchtert stürzen die drei ins Auto, wo Fuller ensetzt das schon aussortierte alte Funkgerät in ihrem Kofferraum wiederfinden, mit der Nachricht, es wieder ein-zubauen. Kurze Zeit später meldet sich auch Rusty Nail, der Vennas liebste Freundin Charlotte (Jessica Bowman) als Geisel in der Hand hat und auch jeden Schritt der Brüder vorauszuahnen scheint, seine Forderung an. Die erste ist nur eine Demütigung. Er zwingt Lewis und Fuller, splitternackt in einer Raststätte Burger zu kaufen. Die zweite Forderung setzt er ein wenig später in einem gespenstisch wirkenden, nur von den Lichtern seines Trucks beleuchteten Maisfeld, selbst durch. Er will das Mädchen, jagt das Trio durch das Feld, bis es orientierungslos getrennt ist und Venna irgendwo wimmernd am Boden kauert. Als Lewis und Fuller sich wiederfinden, ist Venna verschwunden. Zurück bleibt ein brennendes Auto und der Hinweis des Psychopathen, sich zu einem mitter-nächtlichen Date im nächsten Ort zusammenzufinden. was sie dort erwartet, ahnen die Brüder sicherlich nicht. es ist ein skrupelloser Wahnsinniger, der sein ebenfalls teuflisches Spiel nur eben mit einem Mord krönen will und dafür Venna als Geisel gefangen hält.

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