"Max Rothman"


Max (USA / Deutschland / Kanada 2002)
Regie: Menno Meyjes
Buch: Menno Meyjes
Genre: Drama
Titel: Hoffman (2002) (USA)
Sprache: English
Farbe: Color
Sound: Dolby Stereo

Besetzung mit:
John Cusack .... Max Rothman
Noah Taylor .... Adolf Hitler
Leelee Sobieski .... Liselore Von Peltz
Molly Parker (I) .... Nina Rothman
Ulrich Thomsen .... Captain Mayr
David Horovitch .... Max's Father
Janet Suzman .... Max's Mother
András Stohl .... NCO
Peter Capaldi .... David Cohn
Kevin McKidd .... George Grosz
Caroleen Feeney .... Saleslady
John Grillo (I) .... Nina's Father
Judit Hernádi .... Frau Schmidt
Anna Nygh .... Nina's Mother
Andor Tímár .... Ritter von Lieberfelt


Bereits im Vorfeld ist der Film des holländischen Regisseurs Menno Meyjes auf heftige Kritik gestoßen. In diesem Film sind Hitlers Jahre in Wien dargestellt. Genaugenommen ist der Film ein ein Doppelporträt: Hitler der gescheiterte Kunstmaler. Max Rothman, ein jüdischer Kunsthändler, der Hitler ermuntern Maler zu bleiben, ist die Gegenfigur. Dann gibt es noch den Propaganda-Offizier Mayr, der meint Hitler müsse in den Bierkellern Volksredner sein. Die "New York Times" titelt: Menschlich – ja, aber nichtsdestoweniger ein Monster – und hält Meyjes Ansinnen für gelungen umgesetzt. Es gehe ihm, so sagt der Regisseur der "New York Times", darum, Hitlers Beweggründe zu verstehen:
Hitler verpflichtet uns ebenso wie Osama, Saddam oder Milosevic, das Böse so ungeschminkt darzustellen. Aber niemand wacht eines Morgens einfach mal so auf und schlachtet Tausende. Alle treffen Entscheidungen, und werden dann zu dem, was sie wurden, weil sie nicht so wie Max den Mut haben, ihre eigenen Grenzen zu erkennen, ihre Illusionen aufzugeben und so ihre eigene Menschlichkeit zu akzeptieren. Meyjes schickte als erstem das Drehbuch Steven Spielberg, der lehnte es ab, den Film zu produzieren. Er fand das Drehbuch erstklassig und ermunterte den Autor Meyjes, den Film zu machen, als Vorsitzender der Shoa-Stiftung könne er den Film aber nicht produzieren. Der amerikanische Verband der Juden befürchtete, der Terror der Nazi-Diktatur würde verharmlost werden und das Publikum würde für seine Taten Verständnis aufbringen. Nach der ersten Testvorführung nahmen die Vorsitzenden ihr Urteil jedoch wieder zurück. Ob der Film seinem Anspruch gerecht wird? Da müssen wir noch warten mit dem Urteil, einen deutschen Starttermin gibt es noch nicht. (Foto: v.l. Molly Parker, John Cusack, Menno Meyjes, Noah Taylor, Leelee Sobieski, Ulrich Thomsen)


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